Alte Hirsch Apotheke
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59929 Brilon
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Sind ihre Arzneimittel Mikronährstoffräuber?
Neben Eiweißen, Fett und Kohlenhydraten benötigt unser Körper für die Stoffwechselfunktion weitere wichtige Substanzen: Mikronährstoffe! Diese sind Bestandteile der Nahrung, die der Körper nur in geringen Mengen benötigt, die aber für den Stoffwechsel besonders wichtig sind. Dazu gehören Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, essentielle Fettsäuren und auch Aminosäuren. Fehlt nur eine dieser ca. 45 lebenswichtigen Substanzen, so kommt es früher oder später zu Mangelerscheinungen, die die Entwicklung bestimmter Erkrankungen begünstigen können. Durch chronische Erkrankungen werden die Mikronährstoff-Vorräte besonders beansprucht und es besteht daher ein erhöhter Bedarf an diesen Substanzen.Ausgerechnet Arzneimittel haben ebenfalls Einfluss auf den Mikronährstoffhaushalt. Oft wird die optimale Wirkung eines Arzneimittels erst dann erreicht, wenn die Mikronährstoff-Versorgung ausgewogen ist.
In der Praxis oft unterschätzt
Leider wird in der Praxis oft unterschätzt, dass zahlreiche verordnete Medikamente zu Mikronährstoff-Defiziten führen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Antibiotika-Einnahme: Durchfälle zählen zu den häufigsten nebenwirkungen, was zur Folge hat, dass auch Mikronährstoffe aus der Nahrung im Darm schlecht resorbiert werden.
Negativer Einfluss
Andererseits gibt es Arzneistoffe, die die Verstoffwechselung und Ausscheidung über die Niere beschleunigen. So entstehen Defizite bestimmter Mikronähstoffe, die die Grunderkrankung negativ beeinflusen können. Diuretika, die u.a bei Bluthochdruck eingesetzt werden, führen zu verstärkter Ausscheidung von Magnesium, Kalium, Zink und B-Vitaminen. Oder ASS – der Wirkstoff von Aspirin®– schwemmt das in der Magenschleimhaut vorhandene Vitamin C aus und führt dadurch zu Magenschleimhautreizungen. Sehr deutlich wird diese Problematik auch bei den Lipidsenkern, den CSE- Hemmern, die bei zu hohen Cholesterinwerten verordnet werden: Sie hemmen nicht nur die Bildung von Cholesteri, sondern beeinträchtigen ebenfalls die Körpereingene Bildung von Coenzym Q10. So kann es zu Einschränkung der Herzleistung kommen. Hinreichend bekannt hingegen ist die Tatsache, dass Cortisonpräparate die Aufnahme von Calcium aus der Nahrung vermindern und diese langfristig zu Osteoporose (Knochenbrüchigkeit) führen kann.
Wirkung optimieren
Es gibt zahlreiche Beispiele für diese Wechselwirkungen von Mikronährstoffen und Arzneimitteln. Durch die gezielte Abstimmung des Mikronähstoffhaushaltes kann man sie Wirkung der verordneten Arzneimittel aber Optimieren. Ein Check-up lohnt sich!


